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Was haben historische Musterwebstühle, mechanische Musikinstrumente und moderne Computertechnologie gemeinsam? Tatsächlich arbeiten sie nach demselben Prinzip des binären Codes. Was heute so selbstverständlich auf winzigen Chipkarten passiert, war im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert noch deutlich sichtbar auf Lochkarten und Walzen.

Aber ähnlich wie die Digitalisierung in den letzten Jahren unser Leben grundlegend verändert hat, war Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Einführung der neuen Technik in der Textilproduktion eine Revolution verbunden: Der Franzose Joseph-Marie Jacquard entwickelte 1806 einen Webstuhl, bei dem die Kettfäden über Lochkarten gesteuert wurden.

Auch schon sehr früh nutzte man den binären Code bei mechanischen Musikinstrumenten. Hier gaben gelochte Bänder oder mit Stiften versehene Walzen die nötigen Impulse, um das Instrument zum Klingen zu bringen.

Im Jagdschloss des Museums Burg Linn verbinden sich nun beide Stränge –Musik und Seide – erneut miteinander. Ausgehend von der umfangreichen Sammlung mechanischer Instrumente gibt die Ausstellung spannende Einblicke in die Kinderstube der Digitalisierung. Und sie führt darüber hinaus durch 200 Jahre Krefelder Musikgeschichte. Auch hier gibt es ungewöhnliche Entdeckungen zu machen: Denn wer weiß schon, dass Johannes Brahms in den 1880er Jahre wiederholt Gast in Krefeld war? Dass Mahlers 3. Symphonie in Krefeld uraufgeführt wurde oder dass der Erfolg des argentinischen Tangos eng mit der Stadt verbunden ist? Auch heute ist Krefelds Musikszene noch spannend: Zwischen Andrea Berg, Blind Guardian oder Specktakel liegen musikalische Welten und trotzdem verbindet sie alle Krefeld.

Jeden Sonntag und feiertags findet um 14 Uhr eine Vorführung der mechanischen Musikinstrumente statt.

 

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