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Aktuelle Sonderausstellungen

Abenteuer Großgrabung

Gräberfeld, Bataverschlacht und Römersiedlung

Schon der Titel der Ausstellung lässt die Dimensionen erahnen, mit denen die Ausgräber während der jüngsten Ausgrabung des Museums Burg Linn 2017/18 im Umfeld des römischen Kastells Gelduba konfrontiert waren.

In nur 10 Monaten konnten auf einer Fläche von 3,7 Hektar 3.300 Befunde dokumentiert und ca. 90.000 Funde geborgen werden. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl der Neufunde und stellt erste Untersuchungsergebnisse vor.

Schwerpunkte liegen auf dem eisenzeitlichen Gräberfeld, der Bataverschlacht und dem Nordvicus, der Einblicke in römisches Handwerk wie Töpferei und Metallverarbeitung  sowie das tägliche Leben der Bewohner gewährt.

Darüber hinaus werden sowohl die Arbeit der Archäologen vor Ort als auch die zeitaufwendige Restaurierung der Funde thematisiert – erst beide zusammen ermöglichen es, Geschichte für jedermann sichtbar zu machen.

Mit der aktuellen Grabung ist der vorläufige Höhepunkt auf dem einzigartigen, seit 1934 immer wieder untersuchten Fundplatz in Krefeld-Gellep erreicht, der vor allem durch sein römisch-fränkisches Gräberfeld, dem größten nördlich der Alpen, bekannt ist.

 

 

Von der Lochkarte in die Cloud - Die Musik der Seidenindustrie in Krefeld

Was haben historische Musterwebstühle, mechanische Musikinstrumente und moderne Computertechnologie gemeinsam? Tatsächlich arbeiten sie nach demselben Prinzip des binären Codes. Was heute so selbstverständlich auf winzigen Chipkarten passiert, war im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert noch deutlich sichtbar auf Lochkarten und Walzen.

Ähnlich wie die Digitalisierung in den letzten Jahren unser Leben grundlegend verändert hat, war Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Einführung neuer Technologien, wie über Lochkarten gesteuerte Webstühle oder die Weiterentwicklung mechanischer Musikinstrumente, eine Revolution verbunden.

Im Jagdschloss des Museums Burg Linn verbinden sich nun beide Stränge –Musik und Seide – erneut miteinander. Ausgehend von der umfangreichen Sammlung mechanischer Instrumente gibt die Ausstellung spannende Einblicke in die Kinderstube der Digitalisierung.

Sie führt darüber hinaus durch 200 Jahre Krefelder Musikgeschichte. Auch hier gibt es ungewöhnliche Entdeckungen zu machen: Denn wer weiß schon, dass Johannes Brahms in den 1880er Jahre wiederholt Gast in Krefeld war? Dass Mahlers 3. Symphonie in Krefeld uraufgeführt wurde oder dass der Erfolg des argentinischen Tangos eng mit der Stadt verbunden ist? Auch heute ist Krefelds Musikszene noch spannend: Zwischen Andrea Berg, Blind Guardian oder Specktakel liegen musikalische Welten und trotzdem verbindet sie alle Krefeld.

 

 

                            

 

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