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4. Die Franken und das Jenseits

 Die Franken zählten zu den Gruppen unter dem Sammelbegriff „Germanen“. Daher können wir davon ausgehen, dass auch ihre Glaubenswelt und ihre Jenseitsvorstellungen denen der Germanen am nächsten standen: Hierzu gehörte die Vorstellung von einer Weiterexistenz der Toten in ihren Grabstätten oder aber in einem Totenreich. Ob hier die Ausstattung der Toten bzw. die Grabbeigaben auf die jenseitige Welt verweisen oder einzig dem irdischen Status des Toten entsprachen und eher mit Totenritualen in Verbindung zu bringen sind, wird in der Forschung immer wieder diskutiert.

 

Das Fürstengrab des Arpvar

 In eine historisch gesehen sehr spannende Zeit fällt das Grab des Fürsten von Gellep: Der fränkische König Chlodwig, unter dessen Herrschaft das fränkische Reich zum ersten Mal vereinigt war, war zum christlichen Glauben übergetreten. Es ist durchaus denkbar, dass auch Arpvar, der etwa zeitgleich lebende Fürst von Gellep, sich ebenfalls hatte taufen lassen. Seine Grabbeigaben sprechen allerdings keine eindeutige Sprache. Es gibt Gegenstände, die sich im weitesten Sinne als christliche Symbole interpretieren lassen. Andere Objekte hingegen – wie etwa die in den Mund gelegte Münze, der „Charons-Pfennig“ – verweisen auf einen eindeutig heidnischen Hintergrund. Die reiche Grabausstattung lässt darauf schließen, dass dem Fürsten auch im Jenseits eine Existenz gemäß seiner hervorgehobenen Stellung ermöglicht werden sollte.

 

 

Frankenfürst Arpvar

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