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6. Der alte Kirchhof

Spätestens seit Karl dem Großen (* um 742 – +814) gab es die Regelung, dass die Toten „… nicht mehr bei den Grabhügeln der Heiden sondern auf den Friedhöfen der Kirchen …“ bestattet werden sollten. So waren über Jahrhunderte die Pfarrkirchen nicht nur Mittelpunkt des Gemeindelebens, sondern auch Begräbnisorte. Mit der Stadterhebung Linns um 1300 wurde die Pfarrkirche von der etwa 1,5 km östlich gelegenen „Alden Kerk“ ins Zentrum auf den heutigen Margaretenplatz verlegt. Der Kirchhof zeichnete sich dadurch aus, dass er zunächst von einem Zaun, später von einer Mauer umgeben war. Der Raum für Bestattungen war sehr begrenzt, obwohl man die Toten auch in der Kirche selbst bestattete. Bei einer über Jahrhunderte währenden Benutzung des Kirchhofs als Friedhof kam man aber nicht umhin, Beinhäuser an die Kirche anzubauen, um so die Knochen der Toten, wenigstens aber die Schädel, bis zum Tag des Jüngsten Gerichtes aufzuheben.

Der Kirchhof an St. Margareten wurde auch nach dem Einsturz des Kirchengebäudes 1814 noch zehn Jahre genutzt. Danach gab man ihn auf. Die Toten begrub man nun auf dem seit 1795 vor dem Bruchtor angelegten städtischen Friedhof.

 

Die Ausgrabung der Linner Pfarrkirche

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