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9.Neuzeitliche Jenseitsvorstellungen

 Der alte Linner Friedhof

 1785 war es seitens der kurkölnischen Regierung verboten worden, die Toten in den Kirchen zu bestatten. Neue Kirchhöfe mussten von nun an außerhalb der Stadtmauern angelegt werden. Zunächst fand der Linner Stadtrat einen Platz „am Sandberg, wo das steinerne Kreuz“ gestanden hatte. Später verlegte man den Friedhof hierhin vor das Bruchtor am westlichen Stadtausgang. In einer alten Akte wurde die Geschichte des Linner Friedhofs aufgeschrieben: „Die Gemeinde ist seit undenklicher Zeit Eigenthümerin. Der Begräbnisplatz ist im Jahre 1795 angelegt worden; das Grundstück war ausweise der Stadt Rechnungen von 1740 an zu Gunsten der Gemeinde verpachtet. Die Verpachtung ist nach dem städtischen Protokollbuche am 22. Februar 1804 zu Gunsten der Gemeinde auf weitere 6 Jahre erfolgt, als das Grundstück zum Begräbnisplatz bereits eingerichtet war. Im Jahre 1825 ist der Garten zum früheren Thorwächterhäuschen, gleichfalls Eigenthum der Gemeinde, noch hinzugekommen, welcher den jetzigen nördlichen Theil des Begräbnisplatzes bildet. Sodann hat die Frau Rhodius im Jahre 1865 an der westlichen Seite einen Theil ihres anschließenden Grundstücks zu dem Begräbnisplatz unentgeldlich hergegeben, um demselben eine regelmäßigere Form zu geben.“

Frau Rhodius war die Tochter von Marianne und Philipp de Greiff, der damaligen Besitzer der Burg. Sie wohnte bis zum ihrem Tod 1902 allein im Jagdschloss der Burg Linn.

 Weil der Platz für weitere Bestattungen an dieser Stelle zu klein wurde, hatten die Linner seit 1837 einen neuen Friedhof an der Königsberger Straße angelegt. Dort ist er auch heute noch.

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